Zum Planer

Montageanleitung

Geländer, Handläufe, Französische Balkone und Stahlwangentreppen aus unseren Konfiguratoren – zusammengefasst je Ausführung.

Wichtiger Hinweis zur Montage und Verantwortung

Die Montage darf nur durch qualifiziertes Personal erfolgen – Personen, die handwerklich sicher sind und über die nötige Fachkunde verfügen (tragende Schweißnähte nur mit entsprechender Schweißqualifikation).

Unsere Geländer-Bausätze sind für die selbstständige Montage im privaten Bereich konzipiert. Bitte beachten Sie, dass die Montage stets fachgerecht und nach unserer Anleitung erfolgen muss. Als Verkäufer liefern wir ausschließlich das Baumaterial. Für die Einhaltung der jeweils gültigen Landesbauordnung (LBO) Ihres Bundeslandes, die statische Eignung des Untergrunds sowie die fachgerechte Verankerung ist allein der Bauherr bzw. der Ausführende verantwortlich. Im Zweifelsfall empfehlen wir, einen qualifizierten Statiker hinzuzuziehen.

Übernehmen wir die Montage selbst (Lieferform „Fertigung und Montage durch uns“), gilt dieser Absatz nicht – siehe AGB § 9.

Vor dem Start

Allgemeines, Werkzeug und Sicherheit

  1. Lieferung prüfen: Alle Positionen mit der Stückliste aus Ihrer Bestellung vergleichen. Zuschnitte sind nach Bauteil beschriftet (z. B. „Pfosten“, „Handlauf“, „Querstäbe“). Fehlt etwas oder ist etwas beschädigt, bitte vor der Montage melden.
  2. Bemessungsnachweis bereitlegen: Er nennt Anzahl, Art und Lage der Befestigungsmittel je Pfosten sowie Mindestabstände zu Kanten. Diese Werte gelten – nicht weniger Schrauben setzen und keine anderen Dübel verwenden.
  3. Untergrund prüfen: Stimmt der Untergrund mit Ihrer Angabe im Konfigurator überein (Beton, Holz, Stahl, Mauerwerk)? Bei Zweifeln (Hohlräume, Estrich auf Dämmung, Fliesen auf weichem Kleber) nicht bohren, sondern Rücksprache halten.
  4. Leitungen orten: Vor jedem Bohren mit einem Leitungssucher nach Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen suchen.
  5. Werkzeug (Grundausstattung): Bohrhammer (SDS-plus), Akkuschrauber, Wasserwaage (mind. 60 cm), Maßband, Bleistift/Markierstift, Schlüsselsatz, Innensechskantschlüssel, Gummihammer, Ausblaspumpe und Bürste für Bohrlöcher, Schutzbrille, Handschuhe, Gehörschutz. Für geschweißte Ausführungen zusätzlich WIG- (Edelstahl) bzw. MAG/E-Hand-Schweißgerät (Stahl), Winkelschleifer, Beizpaste. Passende Bohrer und Gewindeschneider können Sie im Konfigurator mitbestellen.
  6. Reihenfolge: 1. Pfosten setzen und ausrichten → 2. Handlauf aufsetzen → 3. Füllung einbauen → 4. Abschlüsse, Rosetten, Reinigung → 5. Abnahme (Wackeltest, Abstände messen).
Sicherheit: Ein Geländer ist eine Absturzsicherung. Montieren Sie nur, wenn Sie handwerklich sicher sind; tragende Schweißnähte nur von Personen mit entsprechender Qualifikation. Diese Anleitung ist eine Zusammenfassung – Angaben der Hersteller (Dübel, Mörtel, Kleber, Glas) und Ihr Bemessungsnachweis gehen vor. Arbeiten an der Absturzkante nur gesichert ausführen.
Ausführung der Konstruktion

Edelstahl – Pfosten gesteckt, Handlauf und Füllstäbe geschweißt

Pfostenrohre, Bodenflansche (Einschlagfitting) oder Anschlussplatten, Handlaufstützen zum Einschlagen/Anschweißen, Handlaufrohr, Füllstäbe, Rohrstopfen.

  1. Bodenflansch bzw. Fußteil mit dem Gummihammer bis zum Anschlag in das untere Pfostenende einschlagen. Bei Laschen oder Flachflansch: Teile laut Stückliste anschweißen (siehe Abschnitt Befestigung).
  2. Abdeckrosette vor dem Setzen über das Pfostenrohr schieben (später nicht mehr möglich).
  3. Pfosten setzen und befestigen (Abschnitt „Befestigung“), mit der Wasserwaage in beiden Richtungen senkrecht ausrichten.
  4. Handlaufstütze oben in jeden Pfosten einschlagen und alle Schalen in eine Flucht drehen – am besten eine Schnur über die Pfosten spannen.
  5. Handlaufrohr auflegen, Überstände an den Enden prüfen, Schalen an den Handlauf heften (WIG), Lage kontrollieren, dann verschweißen.
  6. Füllung einbauen (Abschnitt „Füllung“). Stäbe zuerst heften, Abstände prüfen (max. lichter Abstand laut Konfigurator, in der Regel 12 cm), dann verschweißen.
  7. Alle Schweißnähte mit Beizpaste von Anlauffarben befreien, gründlich mit Wasser abspülen und trocknen. Rohrstopfen einschlagen, Rosetten herunterschieben.
Anlauffarben und Schleifstaub von Werkzeugen aus Normalstahl („Fremdrost“) sind die häufigste Rostursache an Edelstahl. Nur Edelstahl-Bürsten und separate Schleifscheiben verwenden.

Edelstahl – komplett gesteckt (ohne Schweißen)

Steckfittings (Bodenflansch, Handlaufträger, Bögen, Verbinder), Querstabhalter, Gewindebuchsen (Blindnietmuttern) mit Linsenkopfschrauben, Edelstahlkleber.

  1. Fittings trocken zusammenstecken und alles auf Maß prüfen, bevor geklebt wird.
  2. Bodenflansche einschlagen, Rosetten aufschieben, Pfosten setzen und senkrecht ausrichten (Abschnitt „Befestigung“).
  3. Handlaufträger in die Pfosten einschlagen und in Flucht drehen. Handlauf auflegen und die Bohrungen der Trägerschalen am Handlauf anzeichnen.
  4. Handlauf abnehmen, an den Markierungen Ø 9 mm bohren, Gewindebuchsen M6 mit einer Nietmutternzange setzen. Handlauf auflegen und mit Linsenkopfschrauben M6 × 16 anschrauben.
  5. Bögen, Gelenke und Verbinder an den Handlaufstößen: Klebeflächen entfetten, Kleber nach Gebrauchsanweisung auftragen, zusammenstecken, ausrichten und bis zur Aushärtung nicht belasten.
  6. Füllung mit Querstabhaltern bzw. Glasklemmen einbauen (Abschnitt „Füllung“), Rohrstopfen einschlagen.
Gelenkbögen auf den gewünschten Winkel stellen und mit der beiliegenden Schraube fixieren, bevor der Kleber angezogen hat.

Stahl S235 – geschweißt

Pfostenrohre mit Fuß- oder Kopfplatten (Zuschnitt), Handlauf, Füllstäbe bzw. Gurte, Abschlussbleche.

  1. Fußplatten (bzw. Laschen/Flachflansche) rechtwinklig an die Pfosten schweißen. Bei Rundpfosten mit Handlauf: Kopfplatte oben aufschweißen – der Handlauf liegt darauf, ein Fischmaul ist nicht nötig.
  2. Bohrungen in die Fußplatten nach Bemessungsnachweis anreißen und bohren (Ø Schraube + 1–2 mm).
  3. Am besten die Felder liegend auf einer ebenen Fläche vorfertigen: Pfosten ausrichten, Handlauf und Füllung heften, Diagonalen messen, dann verschweißen.
  4. Rohrenden mit den Abschlussblechen verschließen (dicht verschweißen, sonst rostet das Rohr von innen).
  5. Korrosionsschutz: roh gelieferte Teile entfetten, entrosten und grundieren; bei verzinkt/pulverbeschichtet gelieferten Teilen Schweiß- und Schnittstellen mit Zinkstaubfarbe bzw. Ausbesserungslack nachbehandeln.
  6. Geländer setzen und befestigen (Abschnitt „Befestigung“).
Verzinkte Teile nur mit guter Absaugung schweißen – Zinkdämpfe sind gesundheitsschädlich. Wer eine durchgehende Verzinkung möchte, schweißt zuerst und lässt danach verzinken.

Flachstahl-Pfosten (40 × 8)

  1. Fußplatte bzw. Laschen an die Pfosten schweißen; die breite Seite des Flachstahls steht quer zum Geländerverlauf.
  2. Liegenden Handlauf (Flachstahl) auf die Pfostenköpfe legen, ausrichten und verschweißen; Kanten brechen.
  3. Glasklemmen oder Halter: Gewinde M8 direkt in den Flachstahl schneiden (Bohr-Gewindeschneider M8, mit Schneidöl).
  4. Weiter wie bei Edelstahl (Beizen) bzw. Stahl (Korrosionsschutz).
Befestigung

Pfosten aufgesetzt – Bodenflansch, Ankerplatte, Fußplatte

  1. Pfostenpositionen anzeichnen: Endpfosten zuerst, Zwischenpfosten gleichmäßig verteilt (Abstände laut Konfigurator). Randabstand zur Kante laut Bemessungsnachweis einhalten.
  2. Pfosten aufstellen, Bohrlöcher durch die Platte anzeichnen, Pfosten wegnehmen.
  3. Bohren und befestigen nach Untergrund (Abschnitte darunter).
  4. Pfosten mit Unterlegplättchen (Edelstahl) senkrecht ausrichten – nicht über die Schrauben „ziehen“. Schrauben gleichmäßig über Kreuz anziehen.
  5. Abdeckrosette über die Platte schieben.
  6. Neubau, auf Rohbeton: Die Pfosten sind um den angegebenen Aufbau (Estrich + Fliese) länger. Fußplatte bzw. Flansch auf der Rohdecke verankern, Pfosten lotrecht und auf Höhe ausrichten (Handlaufhöhe ab späterem Fertigfußboden), Pfostenfuß mit Dichtband gegen Feuchte schützen. Estrich und Fliese anarbeiten, die Rosette sitzt zum Schluss auf der Fliese.

Pfosten seitlich – Flachflansch oder 2 Laschen

  1. Flansch bzw. Laschen laut Stückliste an die Pfosten schweißen; die Pfosten reichen unter die Oberkante (Länge ist eingerechnet). Der Flachflansch ist ein Zuschnitt aus Flachstahl 100 × 10 mm.
  2. Lochbild steht in der Stückliste und im Bemessungsnachweis: 4 Bohrungen (Ø Schraube + 1 mm), waagerecht 68 mm Abstand (16 mm Rand), senkrecht nach Flanschlänge (30 mm bzw. 50 mm Rand). An der Treppenwange sitzen Flansch bzw. Laschen vollständig auf der Wange – 15 mm Rand zur Ober- und Unterkante; die Lage (mm unter der Stufenvorderkante) ist angegeben.
  3. Höhe festlegen: Oberkante Handlauf über Fußboden bzw. Stufenvorderkante wie im Konfigurator. Eine Schnur auf Höhe der oberen Bohrungen spannen.
  4. Bohrungen in die Stirnseite (Betonplatte, Wange, Träger) anzeichnen. Mindestabstand zur Ober- und Unterkante laut Bemessungsnachweis – bei dünnen Platten besonders wichtig.
  5. Bohren, befestigen (nach Untergrund), Pfosten senkrecht ausrichten (ggf. Distanzplättchen hinter dem Flansch).

Untergrund Beton

Betonschrauben:

  1. Bohrdurchmesser laut Stückliste (Betonschraube 7,5 mm: Ø 6; 10 mm: Ø 8). Bohrtiefe = Setztiefe + ca. 10 mm.
  2. Bohrloch ausblasen, Schraube mit Akku-Schlagschrauber oder Ratsche eindrehen, bis der Kopf anliegt. Nicht überdrehen – dreht die Schraube durch, neues Loch mit Abstand setzen.

Verbundanker (Gewindestange im Injektionsmörtel):

  1. Gewindestangen auf Länge sägen (Verankerungstiefe + Plattendicke + Scheibe + Mutter), Grat entfernen.
  2. Bohren (Ø Gewinde + 2 mm, z. B. M10: Ø 12; M12: Ø 14), Bohrloch gründlich reinigen: ausblasen – bürsten – ausblasen, so oft wie auf der Kartusche angegeben. Staub im Loch halbiert die Tragfähigkeit.
  3. Ersten Mörtelstrang verwerfen, bis die Farbe gleichmäßig ist. Bohrloch vom Grund her zu ca. 2/3 füllen.
  4. Gewindestange leicht drehend bis zur Markierung einsetzen. Aushärtezeit laut Kartusche (temperaturabhängig) abwarten, nicht bewegen.
  5. Platte aufsetzen, Unterlegscheibe und Mutter aufschrauben und anziehen.
Balkonplatten und Decken gelten als „gerissener Beton“ – dort nur die im Nachweis genannten Anker verwenden. Für außen sind Edelstahl-Anker (A4) empfohlen.

Untergrund Holz

  1. Nur in tragendes Vollholz bzw. Balken schrauben (nicht in Dielen oder Verkleidungen).
  2. Gummiunterlage (EPDM 3 mm, liegt bei) immer zwischen Stahl und Holz legen – unter Fußplatte, Flansch, Lasche, Wandhalter bzw. als Streifen unter das Glashalterprofil. Bohrungen mit dem Bohrer bzw. Locheisen durchstechen.
  3. Vorbohren laut Schraubenhersteller (Holzbauschrauben meist ca. 60–70 % des Gewindedurchmessers).
  4. Unterlegscheibe unter den Kopf, Schraube eindrehen, bis die Platte fest anliegt – nicht ins Holz ziehen.

Untergrund Stahl

  1. Durchgangsbohrungen Ø Schraube + 1 mm (M8: Ø 9) durch Platte und Stahlteil bohren, entgraten.
  2. Sechskantschraube mit je einer Unterlegscheibe unter Kopf und Mutter, Sicherungsmutter (DIN 985) fest anziehen.
  3. Alternativ, bei Stahl-auf-Stahl und eigener Schweißqualifikation: Platte anschweißen.
  4. Edelstahl auf verzinktem Stahl: Trennscheiben bzw. Isolierhülsen verwenden (Kontaktkorrosion).
Füllung

Rundstäbe waagerecht mit Querstabhaltern

  1. Höhen der Stabreihen an allen Pfosten anzeichnen (gleiches Maß von der Oberkante Handlauf aus messen, nicht vom Boden).
  2. Querstabhalter montieren: Endstücke an End- und Eckpfosten, durchgehende Halter an Mittelpfosten – Befestigung laut Beipackzettel. Die Bohrlehre sorgt für fluchtende Bohrungen.
  3. Stäbe einschieben bzw. einlegen, gleichmäßig verteilen und mit den Gewindestiften der Halter sichern.
  4. Stabenden mit Rohrstopfen bzw. Kappen abschließen (falls vorgesehen).

Senkrechte Stäbe zwischen Ober- und Untergurt

  1. Füllungsfelder liegend vorfertigen: Ober- und Untergurt parallel auslegen, Stababstände mit einem Abstandsklotz (lichter Abstand laut Konfigurator) übertragen.
  2. Stäbe rechtwinklig heften, Diagonalen messen, dann verschweißen. Auf der Treppe sind die Stäbe bereits schräg abgelängt – Gurte parallel zum Handlauf.
  3. Feld zwischen die Pfosten setzen, Abstand zum Boden und zu den Pfosten (max. 12 cm) prüfen, an die Pfosten schweißen (bzw. bei Montagestößen verschrauben).

Flach- oder Quadratstäbe waagerecht

  1. Reihenhöhen an allen Pfosten anzeichnen (von der Handlaufoberkante aus).
  2. Stäbe zwischen die Pfosten setzen – Flachstäbe in der gewählten Lage (breite Seite quer bzw. längs zum Geländer) – heften, ausrichten, verschweißen.
  3. Bei Abstand zum Pfosten: Distanzstück dazwischen einschweißen.

Glasfüllung mit Glasklemmen

Glasklemmen (4–6 je Feld), Gewindebuchsen M8 (Rundrohr/Vierkant), VSG-Scheiben (mitbestellt oder vom Glaser).

  1. Scheibenmaße am fertig montierten Geländer nachmessen, bevor Glas beim Glaser bestellt wird (Maße aus dem Konfigurator sind Sollmaße).
  2. Klemmenhöhen an den Pfosten anzeichnen: je Scheibenseite 2 (bei breiten Scheiben 3) Klemmen, ca. 15–20 % der Scheibenhöhe von oben und unten.
  3. Rund- und Vierkantrohr: Ø 11 mm bohren, Gewindebuchse M8 mit der Nietmutternzange setzen. Flachstahl: Gewinde M8 direkt schneiden.
  4. Klemmen mit Gummieinlagen anschrauben, obere Klemmenhälfte lose lassen.
  5. Scheibe mit Saugheber einsetzen, unten auf Klötzchen den Bodenabstand einstellen (laut Konfigurator), seitlichen Abstand gleichmäßig verteilen. Glas darf nirgends Metall berühren.
  6. Klemmen gleichmäßig handfest anziehen (Herstellerangabe), Klötzchen entfernen, Schutzfolien abziehen.
Nur VSG in der bestellten Dicke verwenden, Kanten geschliffen. Beschädigte Scheiben (Muschelausbrüche an der Kante) nicht einbauen.

Ganzglasgeländer – Glashalterprofil und Glasnutrohr, ohne Pfosten

Glashalterprofil Aluminium 121 × 45 mm (aufgedübelt oder seitlich, Stangen 2,5 m – auf Maß gesägt), Keil- und Dichtungssätze, Anker laut Nachweis (1 je 250 mm, ggf. je 125 mm), VSG aus TVG/ESG 17,52 mm, Glasnutrohr Ø 42,4 mit Dichtung, Endkappen, ggf. Verbinder und Eckbogen.

  1. Untergrund prüfen: eben, tragfähig, Randabstände laut Nachweis. Unebenheiten über 2 mm mit Edelstahl-Unterlegplättchen ausgleichen – das Profil muss vollflächig aufliegen bzw. anliegen.
  2. Profil ausrichten: Profilstücke auslegen (Ecken auf Gehrung), Flucht mit Schnur bzw. Laser prüfen. Aufgedübelt: Profil auf den Boden stellen. Seitlich: Profiloberkante bündig mit Fußboden bzw. Stufenvorderkante an die Stirnseite halten.
  3. Bohrungen übertragen: durch die vorgebohrten Löcher Ø 14 (alle 250 mm) anzeichnen. Verlangt der Nachweis 125 mm Ankerabstand, mittig dazwischen zusätzlich Ø 14 in das Profil bohren und entgraten.
  4. Verankern nach Untergrund (Abschnitte Beton, Holz, Stahl): Beton mit Verbundanker M10/M12 (Bohrloch reinigen!), Stahlwange mit Sechskantschrauben, Scheiben und Sicherungsmuttern durch die Wange. Erst nach der Aushärtung fest anziehen.
  5. Verglasungsklötze in den Profilboden legen (2 je Scheibe, ca. 1/4 der Scheibenbreite vom Rand).
  6. Scheiben einsetzen (Saugheber, zu zweit), Fuge zwischen den Scheiben ca. 8 mm, an den Enden ca. 5 mm Luft. Glas darf das Aluminium nirgends direkt berühren.
  7. Keile und Dichtungen beidseitig einsetzen, Scheibe dabei lotrecht ausrichten (Wasserwaage); Keile gleichmäßig über die ganze Länge eindrücken bzw. mit dem Montagewerkzeug anziehen – bei Wind die Scheiben bis dahin sichern.
  8. Glasnutrohr: Dichtungsprofil passend zur Glasdicke in die Nut drücken, Nutrohr von einem Ende her mit Gummihammer und Holzzulage auf die Glaskanten drücken. Stöße mit Verbinder, Ecken mit Eckbogen bzw. Gehrung, Endkappen einkleben.
  9. Kontrolle: Glasoberkanten fluchten, Handlaufhöhe über Fußboden bzw. Stufenvorderkante wie bestellt, Schutzfolien abziehen.
Nur VSG aus TVG oder ESG in der bestellten Dicke (Ganzglas ist linienförmig eingespannt, DIN 18008-4). Scheiben mit Kantenschäden nicht einbauen. Gerissener Beton (Balkonplatte, Decke): nur die im Nachweis genannten Anker – sonst seitliche Montage oder Statik.
Handlauf, Ecken und Stöße

Wandhandlauf

  1. Handlaufhöhe an der Wand anreißen (gleiche Höhe wie der Geländerhandlauf, gemessen über Fußboden bzw. Stufenvorderkante) – auf der Treppe als Linie parallel zur Lauflinie.
  2. Halterpositionen markieren: ca. alle 1 m, erster und letzter Halter ca. 15–25 cm vom Handlaufende.
  3. Wand nach Ihrer Auswahl befestigen:
    Beton, VollsteinØ 10 × 60 mm bohren, Nylondübel 10 × 50 bündig einsetzen, Stockschraube M8 × 100 mit dem Holzgewinde eindrehen.
    LochsteinØ 12 ohne Schlag bohren, reinigen, Siebhülse 12 × 50 einsetzen, Injektionsmörtel einfüllen, Gewindestift (Madenschraube) M8 × 80 eindrehen, aushärten lassen.
    HolzØ 6 vorbohren, Stockschraube M8 × 60 direkt ins Holz drehen.
    WDVSNie nur in die Dämmung dübeln. Putz und Dämmung mit Ø 50 mm aufbohren, dahinter Ø 10 mm (Lochstein: Ø 12 mit Siebhülse 12 × 50) in die tragende Wand. Bohrloch reinigen, Gewindestange M8 A2 einmörteln, druckfeste Distanzhülse(n) über die Stange schieben, bis sie bündig mit der Putzoberfläche abschließen (auf Länge kürzen). Nach dem Aushärten den Halter aufschrauben – er drückt gegen die Hülse, nicht gegen die Dämmung. Fuge um die Hülse dauerelastisch abdichten.
  4. Rosette: Wandhalter auf das M8-Gewinde schrauben, alle Schalen in eine Flucht drehen. Wandplatte (geschweißt, Stahl): Arm Rundstahl Ø 16 mittig auf die Wandplatte 80 × 50 × 8 schweißen; je Platte 2 Befestigungen (Lochabstand 50 mm senkrecht), außen Scheibe und Mutter M8. Lichter Abstand Handlauf–Wand mindestens 5 cm.
  5. Anzahl der Halter steht in der Stückliste (automatisch ca. alle 1 m, je Abschnitt an beiden Enden, oder Ihre Vorgabe).
  6. Handlauf auflegen. Geschweißte Ausführung bzw. Wandplatte: Schalen bzw. Arme anschweißen (Edelstahl: anschließend beizen). Gesteckte Ausführung: Bohrungen anzeichnen, Ø 9 bohren, Gewindebuchsen M6 setzen, mit Linsenkopfschrauben M6 × 16 anschrauben.
  7. Enden mit Rohrstopfen bzw. Abschlussblech verschließen.

Ecken, Gelenke und Stöße

  1. Gehrung (geschweißt): Die Rohrenden sind auf Gehrung gesägt. Heften, Winkel prüfen, verschweißen, verschleifen, beizen.
  2. Winkel- oder Gelenkverbinder (gesteckt): trocken stecken, Gelenk auf Winkel einstellen, dann kleben (Abschnitt „komplett gesteckt“).
  3. Gerade Stöße in langen Handläufen: geschweißt stumpf stoßen und verschleifen, gesteckt mit Verbinder kleben. Stöße möglichst über einem Pfosten oder nahe einem Träger.
  4. Anschlussgeländer (vorbereitetes Ende): Am Handlaufende sitzt ein Steckverbinder (Edelstahl) bzw. eine angeschweißte Stoßlasche (Stahl) – das spätere Geländer wird aufgesteckt und verklebt bzw. mit M8 verschraubt. Am Endpfosten sind Verschraubanschlüsse für dessen Füllung vorbereitet (Laschen, durchgehende Querstabhalter bzw. zusätzliche Glasklemmen). Bis dahin das offene Rohrende mit einem Stopfen schützen.
  5. Montagestöße bei gefertigter Lieferung (Stücklänge für Transport, Verzinkung und Pulverofen; nur mit Normteilen aus unserem Shop): Edelstahl rund – Steckverbinder gerade einkleben; Edelstahl vierkant – Gelenk-Adapter gestreckt einsetzen und verkleben; Stahl und Flachstahl – je Stoß 2 Anschweißlaschen (je Seite eine, ab Werk angeschweißt und mitbeschichtet) mit Schraube und Mutter M8 verschrauben; Füllungsfelder am Stoßpfosten ebenso über Laschen. Ältere Lieferungen: Steckhülse in das offene Handlaufende schieben und mit 2 Schrauben M6 sichern; Füllungsfelder am Stoßpfosten über die Laschen mit M8 verschrauben.
Weitere Konfiguratoren

Laibungsgeländer – Französischer Balkon

  1. Rahmen nach Stückliste verschweißen (Rahmenflachstahl, Füllstäbe im gewählten Abstand), Laschen bzw. Montagelaschen an die Rahmenseiten schweißen, Oberfläche behandeln.
  2. Rahmen in die Laibung bzw. vor die Fassade stellen, Höhe einstellen (Unterkante Rahmen über Fensterbrett/Fußboden laut Konfigurator), mit Keilen senkrecht ausrichten, Bohrungen anzeichnen.
  3. In der Laibung: Verbundanker bzw. Schrauben in die tragende Laibung, Randabstand zur Laibungskante laut Nachweis beachten.
  4. Vor zweischaligem Mauerwerk (Verblender): Durch den Verblender berührungsfrei bohren, Gewindestangen bis in die tragende Wand einmörteln (bei Lochstein mit Siebhülse). Je Anker: Mutter mit Scheibe an der Wand (kontert gegen die Wand), Lasche zwischen zwei Muttern mit Scheiben klemmen. Durchführung dauerelastisch abdichten.
  5. Vor WDVS (Thermo-Montageanker): Bohrung durch Putz und Dämmung bis in die tragende Wand, Bohrloch reinigen, Gewindestange M12 A2 (inneres Stück) einmörteln. Thermo-Montageanker auf die Stange schrauben und bündig mit der Putzoberfläche in die Dämmung setzen – Montageschritte und Bohr-/Fräsdurchmesser laut Hersteller. Nach dem Aushärten das äußere Gewindestück M12 einschrauben, Lasche aufsetzen, Scheibe und Mutter anziehen. Der Konus dichtet die Putzoberfläche, die Kunststofftrennung verhindert die Wärmebrücke.
  6. Muttern nach Aushärtung anziehen, Wackeltest, Fugen abdichten.
Verblendschale und Dämmung tragen nicht. Die Anker müssen immer bis in die tragende Wand reichen. Im WDVS keine Lasche direkt gegen Putz und Dämmung spannen – immer über Thermo-Montageanker bzw. Distanzhülse.

Geländer an einer Bestandstreppe

  1. Pfosten sind je Stufe unterschiedlich lang zugeschnitten – Beschriftung (Stufe Nr.) beachten und jeden Pfosten auf seine Stufe stellen.
  2. Pfosten ca. 7 cm hinter der Stufenvorderkante setzen (Randabstand zur Kante laut Nachweis), Befestigung nach Untergrund der jeweiligen Stufe.
  3. Schnur über die Pfostenköpfe parallel zur Stufenlinie spannen; die Handlaufhöhe gilt senkrecht über jeder Stufenvorderkante.
  4. Handlauf aufsetzen und befestigen, Füllung einbauen (Stäbe bzw. Glas sind im Neigungswinkel zugeschnitten).
  5. Beidseitiges Geländer: zweite Seite gleich, die Teile sind doppelt geliefert. Wandhandlauf auf der Gegenseite siehe Abschnitt „Wandhandlauf“.
  6. Ganzglas an der Bestandstreppe: das Glashalterprofil wird seitlich an die durchgehende Seitenfläche der Treppe geschraubt (Abschnitt „Ganzglasgeländer“).

Stahlwangentreppe – Neubau

  1. Wangen (Breitflachstahl) parallel auslegen, Stufenlinie mit den Maßen aus dem Konfigurator (Steigung s, Auftritt a) anreißen – beide Wangen spiegelbildlich.
  2. Fuß- und Kopfplatten (Zuschnitte aus Flachstahl 100 × 10 mm) an die Wangenenden schweißen (Winkel zum Boden bzw. zur Deckenstirn prüfen). Lochbild: 2 Bohrungen Ø 14 mm, je 30 mm links und rechts der Wangenachse, mittig in der Plattenlänge.
  3. Stufen einschweißen: gekantete Blechstufen bzw. Stufenträger 50 × 8 innen an den Wangen. Zuerst oberste und unterste Stufe heften, Diagonalen und Breite prüfen, dann alle Stufen.
  4. Korrosionsschutz (siehe Stahl), bevor die Treppe eingebaut wird.
  5. Treppe stellen, ausrichten (Stufen waagerecht, Wangen senkrecht), Fußplatten und Kopfplatten mit Verbundankern M12 im Beton befestigen (Abschnitt „Beton“).
  6. Holz- bzw. Gitterroststufen auf die Stufenträger schrauben. Geländer an die Wange (Flachflansch/Laschen) bzw. auf die Stufen setzen; Ganzglas: Glashalterprofil seitlich an die Wange schrauben.
  7. Wandhandlauf (auch bei Treppen mit Podest oder Wendung): Er folgt Läufen und Podesten auf der Seite ohne Geländer – die Teilstücke sind je Lauf bzw. Podest zugeschnitten, an den Ecken auf Gehrung bzw. mit Gelenk verbinden (Abschnitt „Wandhandlauf“).
Eine Treppe ist ein tragendes Bauteil. Schweißarbeiten nur durch qualifizierte Personen; für gewerbliche bzw. öffentliche Gebäude ist eine Ausführung nach EN 1090 und eine prüffähige Statik erforderlich.
Zum Schluss

Abnahme und Pflege

  1. Prüfen: Alle Schrauben fest? Geländer am Handlauf kräftig rütteln – es darf nichts nachgeben. Höhe nachmessen, alle Öffnungen nachmessen (max. lichter Abstand laut Konfigurator, in der Regel 12 cm).
  2. Edelstahl: mit Wasser und mildem Reiniger bzw. Edelstahlpflege reinigen, keine Stahlwolle und keine chlorhaltigen Mittel. Flugrost früh mit Edelstahlreiniger entfernen.
  3. Stahl: Beschichtung jährlich prüfen und Schäden sofort ausbessern.
  4. Glas: mit Glasreiniger und weichem Tuch reinigen; Klemmen nach dem ersten Jahr nachziehen (handfest).
  5. Verbundanker und Dübel nach dem ersten Winter auf festen Sitz prüfen.

Fragen zur Montage? Melden Sie sich gern mit Ihrer Bestellnummer – Kontaktdaten im Impressum.